Das Humanitarian Grants Programm
RI/USAID International H2O Collaboration
Durch eine neue Allianz zwischen Rotary International und der U.S. Agency for International Development (USAID) können Rotarier nun Grants in der Größenordnung von 100.000 bis 300.000 US-Dollar beantragen, um Projekte in den Bereichen Wasserversorgung, Sanitär- und Hygienewesen in den Ländern Ghana, Philippinen und der Dominikanischen Republik zu realisieren. Health, Hunger and Humanity (3-H) Grants unterstützen das Engagement von Rotary Clubs und Distrikten in diesen Bereichen.
Die Partnerschaft zwischen RI und USAID gehört zu den sogenannten offiziellen Global Development Alliances (GDA); dies ist ein innovatives Modell der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Trägern, das von USAID angewandt wird, um soziale und wirtschaftliche Bedingungen in Ländern der Dritten Welt zu verbessern. GDA bündeln das Finanz- und Erfahrungskapital von strategischen Partnern wie RI, um in komplexen Problembereichen zu agieren, die Wirtschaft, Staatsregierungen und Kommunen gleichermaßen betreffen.
“Wir beabsichtigen, dass diese Projekte eine Modellfunktion für zukünftige Projekte mit strategischen Partnern einnehmen, und dass wir auf diese Weise unseren Friedensauftrag erfüllen.”
- Past RI Präsident William B. Boyd, Chair of the International H2O Collaboration Steering Committee
Termine
Der vorläufige Zeitrahmen für den Start des ersten Projektes wurde für das Rotary-Jahr 2009/10 (Beginn 1. Juli) festgelegt.
Finanzierungsschlüssel zwischen RI und USAID
RI und USAID teilen sich die Projektfinanzierung, wobei Mittel separat und unabhängig ausgegeben werden. Damit wird gewährleistet, dass auch Budgetierung, Aufwendungen und Ausgabenkontrolle(Berichtswesen) getrennt gehandhabt werden.
Warum Projekte in den Bereichen Wasserversorgung, Sanitär- und Hygienewesen
1,1 Milliarden Menschen haben heutzutage keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser, 2,5 Milliarden Menschen leben in unzureichenden hygienischen Verhältnissen. Jedes Jahr fallen 1,8 Millionen Menschen- davon 90 Prozent Kinder unter fünf Jahren!- vermeidbaren Durchfallerkrankungen zum Opfer. Dabei sind diese Erkrankungen gepaart mit Unterernährung für neun Zehntel von Todesfällen verantwortlich, die durch verseuchtes Wasser und unzureichende sanitäre und hygienische Bedingungen verursacht werden. Darum übernehmen Interventionen in diesen Bereichen eine gesundheitspolitische Schlüsselfunktion. (Quelle: Senator Paul Simon Water for the Poor Act Report to Congress, Juni 2008)
Die Millenniumsziele der Vereinten Nationen (Millennium Development Goals ) gehen auf diese Situation in ihrem 7. Ziel ein, welches Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt fordert. Darin wird formuliert, bis zum Jahr 2015 eine 50-prozentige Reduzierung des Anteils der Weltbevölkerung, der ohne sicheren Zugang zu sicherem Trinkwasser und wesentlichen sanitären Anlagen hat, zu erreichen.
Zusammenhang zwischen der RI/USAID International H2O Collaboration und dem Future Vision Plan
Diese Allianz wurde zwar separat vom Future Vision Plan der Rotary Foundation eingegangen, jedoch ist das Konzept strategischer Partnerschaften mit anderen Organisationen ein wesentlicher Bestandteil des neuen Grant-Modells der Packaged Rotary Foundation Global Grants, durch die Finanzierungen, Fürsprache und technische Expertise gebündelt werden, um in Projekten großen Umfangs durch Rotarier realisiert zu werden.
Fragen?
Weitere Informationen finden Sie in einem(engl.) Informationsblatt. Weitere Fragen zur Allianz und den angestrebten Tätigkeitsbereichen nimmt gerne Erica Gwynn, Projektmanager RI/USAID per E-Mail oder telefon ( +1-847-866-3412) entgegen.