Verantwortlichkeiten bei einer Clubmitgliedschaft
Verantwortlichkeiten bei einer Clubmitgliedschaft
D er Rotary Club ist die Basis von Rotary. Hier finden die Treffen statt; hier werden Projekte und Aktionen geplant und unternommen. Alle Clubs weltweit sind in der Dachorganisation Rotary International untergeordnetorganisiert, die administrative Dienste bereitstellt. Ihr zur Seite steht die Rotary Foundation, eine von Rotariern getragene Stiftung, die weltweit Hilfsprojekte der Clubs finanziell unterstützt.
Eine erfolgreiche Clubarbeit misst sich im Wesentlichen an vier Kriterien:
- Ein Club kann seine Mitgliederstärke halten und erweitern
- Ein Club führt sowohl lokal als auch international Dienstprojekte aus
- Ein Club unterstützt die Rotary Foundation mit Spendenleistungen
- Ein Club bildet seine Mitglieder fort und bereitet sie auf Führungsaufgaben jenseits der Clubebene vor. Eine erfolgreiche Mitgliedschaft in Rotary setzt die Bereitschaft zum Engagement voraus.
Präsenzpflicht
Von Mitgliedern wird eine regelmäßige Präsenz bei den wöchentlich stattfindenden Clubtreffen oder Meetings erwartet. Diese sollen der persönlichen Weiterentwicklung (etwa durch das Angeboit interessanter Vorträge) ebenso wie der Kontaktpflege dienen. Um die Clubverpflichtungen mit den Anforderungen von Privat- und Berufsleben terminlich in Einklang zu bringen, bieten viele Clubs heute Treffpunktzeiten an, die die Mitglieder bequemer wahrnehmen können, etwa Frühstückstreffen oder Abend-Meetings. Verpassen Mitglieder ein Meeting, können sie dieses nachholen. Dazu können sie auch ein beliebiges Treffen eines anderen Clubs –und das auf der ganzen Welt!- besuchen. Um herauszufinden, wann wo ein Rotary-Meeting stattfindet, kann man den Clubwegweiser konsultieren.
Selbstloses Dienen
Rotarier teilen eine gemeinsame Mission: sie wollen sich ihren Mitmenschen nützlich erweisen. Ob es sich um einen Clubkameraden handelt, eine hilflose alte Frau in der Nachbarstraße oder ein hungerndes Kind irgendwo in der Welt ist – es gehört zum Selbstverständnis der Rotarier, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrung selbstlos in den Dienst am Mitmenschen stellen wollen.
Mitgliederspektrum
Eine starke und wachsende Mitgliedschaft ist von elementarer Bedeutung für die Rotary-Bewegung. Zugleich achten Clubs streng darauf, wer als neues Mitglied eingeführt werden soll. Dies geschieht as weniger aus elitärem Selbstverständnis als vielmehr aufgrund der hohen Ansprüche der Rotarier an sich selbst. Aus diesem strengen Empfehlungsprinzip leitet sich die Pflicht der Mitglieder ab, ständig nach neuen qualifizierten Kandidaten Ausschau zu halten. Und da Rotary für sich selbst spricht, ist die beste Werbemaßnahme, Anwärter zu einem „Schnupperbesuch" einzuladen – so können sich potentielle Neubewerber unverbindlich ein Bild von Rotary machen.
Es ist aber auch wichtig, das Interesse an Rotary bei der Mitgliedschaft wach zu halten. Eine freundschaftliche Clubatmosphäre trägt dazu ebenso bei wie eine effektive Projektarbeit und ein anregendes Clubprogramm.
Letztlich ist zu erwähnen, dass Rotarier satzungsgemäß zur Verfolgung eines Berufsklassenprinzips verpflichtet sind, das heißt, sie müssen bei der Mitgliederauswahl darauf achten, dass ihr Club einen repräsentativen Querschnitt durch die Berufswelt ihres Gemeinwesens darstellt. Dadurch, dass ein Club nicht nur aus Ärzten oder nur aus Geschäftsleuten besteht, sondern die Begegnung von Vertretern verschiedener beruflicher Hintergründe ermöglicht, wird nicht nur die Clubkultur bereichert, sondern auch eine stärkere Verankerung des Clubs i m Gemeinwesen erreicht.